Interessantes zum Klima in Deidesheim und an der Deutschen Weinstraße

Ein Klima für die Sinne


Es gibt eine Region in Deutschland, die für sich festgestellt hat, dass lange, kalte Winter und freudlose, karge Umstände ihre Sache nicht sind. Eine kleine Vereinbarung mit dem Wettergott führte zum gewünschten Ergebnis: fortan gedieh bis auf den heutigen Tag in dieser Region alles, was die Natur in ihrer überbordenden Fülle zu bieten hatte. Sie ahnen natürlich, wo sich diese sonnengeküsste Landschaft befindet – es ist die Pfalz.

Entlang der Deutschen Weinstraße setzt die Natur all ihre Reize geradezu verschwenderisch ein. Erholungssuchende und Genießer wissen längst, was sie an der Pfalz haben, denn das milde, fast mediterrane Klima lockt nicht nur mit landschaftlichen Höhepunkten, sondern auch mit kulinarischen Verführungen allererster Sahne.

Früchte satt
In den Gärten und Weinorten machen sich die Menschen die klimatischen Bedingungen besonders zu Nutze. Auf den Obstwiesen kommen Mandeln, Äpfel, Kirschen oder Pflaumen früh zur Reife. Und in vielen der einladenden Winzerhöfe wachsen Kiwis, Zitronen oder Feigen, umstanden von uralten Glyzinien, ausladenden Oleandersträuchern oder sogar Palmen und Zypressen. Möglich gemacht wird dies durch eine der wärmsten Klimazonen nördlich der Alpen. Die Pfälzer verstehen es, aus diesem Geschenk ein großes Stück Lebensqualität zu zaubern. Spätestens ab April bieten sie allerorts ihre Erzeugnisse an kleinen Ständen in den Dörfern an, verkaufen Obst, Spargel, Gemüse, Wein und Edelbrände.

Reizvolle Aussichten
Als Paradies für Wanderer und Radwanderer hat sich die Landschaft zwischen Bockenheim und Schweigen längst einen Namen gemacht. Es ist ja auch herrlich, in gemächlichem Tempo sich ganz dem Weg und nicht so sehr dem Ziel hinzugeben. So lassen sich die herrlichen Aussichten an den vielen Panoramapunkten noch besser genießen. Zu jeder Jahreszeit präsentiert sich dabei die Weinstraße in einem anderen Kleid. Ist es im Frühjahr eine Mischung aus weißen und rosa Blüten, durchsetzt mit frischen, zarten Grün in den Weinbergen und den Wäldern entlang des Haardtrandes, so wird der Sommer bestimmt durch die satte, intensive Farbgebung der Fruchtfülle. Im Herbst, wie könnte es anders sein, konzentriert sich alles auf die Gelb- und Rottöne um die Weinlese, assistiert von der Färbung der Eßkastanien- und Nussbäume mit ihrer jetzt ebenfalls reifen Ernte.

Zeit für Genuss
Auch wenn im September und Oktober all das eingefahren wird, was unter der 1800 Stunden im Jahr lachenden Sonne bestens gedeihen durfte: Zeit für Genuss ist in der Pfalz das ganze Jahr über. In keiner anderen Gegend Deutschlands liegen regionale Typizität und mediterranes Flair derart nah beieinander. Was beim Besucher wiederum bleibende Eindrücke hinterlässt. Die Zahl der Pfalz-Fans wächst von Jahr zu Jahr – was denn auch nicht wirklich verwundert. Wer macht nicht gerne Urlaub in einem Land, in dem die Zitronen blühen und die Luft voller Aromen ist?

Fakten:

  • Die Region der Deutschen Weinstraße genießt pro Jahr etwa 1.800 Sonnenstunden oder 225 Sonnentage.
  • Schutz vor Wind und Wetter leistet das Haardtgebirge, der Ostrand des Pfälzerwaldes. Zusätzlich profitiert das Gebiet von der Rheinebene im Osten, die als Autobahn für warme Luft aus dem Süden wirkt.
  • In kaum einem anderen Landstrich Deutschlands findet sich eine derart reiche Anzahl mediterraner und exotischer Pflanzen.
  • Entlang des Haardtrandes stehen Zehntausende von Eßkastanienbäumen, die nur in wintermildem Klima gedeihen.
  • Die durchschnittliche Vegetationsperiode liegt bei 180 Tagen, die Durchschnittstemperatur dabei beträgt 16 Grad Celsius.
  • Die jährliche Niederschlagsmenge bewegt sich um 530 l/m². Zum Vergleich: In Hamburg sind es 715 mm, in München sogar 955 mm.
 

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