Der Becherbrunnen

Lange wurde überlegt wie der Platz vor dem Anfang der achziger Jahre entstandenen Altenzentrum am neuen Stadtplatz in Deidesheim gefüllt werden könnte.

 

Es sollte etwas sein, was den älteren Herrschaften Spaß macht, nicht zu viel Krach verursacht und dennoch den schönen Platz gestalterisch abrundet. Beim Besuch der internationalen Gartenbauausstellung in München entdeckte der Bürgermeister Menschentrauben und ein Kunstwerk, das auf die Menschen attraktiv und zugleich beruhigend und entspannend wirkt. Die in großer Anzahl vorhandenen Becher entleeren sich immer wieder von oben nach unten und gestalten eine interessante, abwechselnde Aktivität. Die Menschen standen dort und haben geraten, welcher Becher sich nun als nächster entleeren würde. Es war sehr schnell erkennbar, weshalb dieser Brunnen so viele Menschen anzog. Auch der Bürgermeister war angetan und erkundigte sich bei der IGA-Leitung nach den Möglichkeiten den Brunnen für Deidesheim an den besagten Platz zu bekommen. Die IGA-Leitung verwies ihn an den Künstlerverband Bayerns, der den Brunnen für die IGA zur Verfügung gestellt hat. Nach einigen Recherchen und Gesprächen konnte mit dem Künstler selbst und dem Verband die Regelung getroffen werden, daß - wenn die Stadt München nicht unmittelbar nach der IGA den Brunnen übernehmen möchte, dieser der Stadt Deidesheim gegen einen vereinbarten Betrag überlassen wird.

 

Dies geschah dann auch. Nachdem der Brunnen einige Wochen im Deutschen Museum aufgebaut war, hat er seinen Platz in Deidesheim vor dem Altenzentrum gefunden. Einige Zeit später ist dieser Brunnen dann für die Stadt München nachgebaut worden, weil man ihn doch gerne haben wollte.

 

Die Gemeinde Bouchs in der Schweiz, die mit der Stadt Deidesheim partnerschaftlich verbunden ist, hat den Brunnen inzwischen ebenfalls nachgebaut und vor dem Altenzentrum in Bouchs in Betrieb genommen.

 



 

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