Bummel durch Forst

Ortsbild Forst
Forst ist ein langgestrecktes Straßendorf mit efeu- und rebenbewachsenen Fachwerk- und Sandsteinbauten aus dem 18. und 19. Jh.; ein prächtiges Ortsbild mit vielen noblen Weingütern. Der Ort zählt zu den renommiertesten Weinbaugemeinden der Rheinpfalz.

Kirche
Die Gemeinde Forst hatte schon im 15. Jh. eine kleine Kirche. Diese stand bereits auf dem heutigen Platz, dem Hügel inmitten des Dorfes, der weltbekannten Weinlage "Forster Kirchenstück" vorgelagert. Die damalige kleine Kirche, die bereits der Patronin St. Margareta geweiht war, hat den pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 fast unbeschadet überstanden. 1716 wurde der Grundstein für eine größere, die heutige Kirche gelegt. 1721 errichtete man den Treppenaufgang und 1723 erfolgte die Einweihung. 1767 wurde der heutige Kirchturm mit einer Höhe von 40 m errichtet, der den ganzen Ort überragt. Es handelt sich um einen Bau im barocken Stil.

Während der französischen Revolution wurde das Dorf mitsamt der Kirche 1794 verwüstet. Die Renovierung konnte im Jahre 1800 abgeschlossen werden. Seit dieser Zeit gab es keine Zerstörung mehr. Die letzte Renovierung erfolgte von 1997 bis 1999.

Schlössl
Das Schlössl, früher Herrenhof der Freiherren von Warmboldt Umstadt, mit Renaissance-Treppenturm (um 1600, welcher Mitte des 18. Jahrhunderts umgebaut wurde).

Hansel-Fingerhut-Brunnen
Zu sehen ist der lebenslustige etwas leichtfertige Hansel Fingerhut, der jedem jungen Mädchen seine schwarzen Küsse aufdrückt. Der Hansel Fingerhut ist die Hauptfigur des gleichnamigen Festes am Sonntag Lätare zur Austreibung des Winters.


Ungeheuer
An den beiden Ortseingängen sind Ungeheuer-Skulpturen der Steinbildhauer-Meisterinnen Janette Weißbrodt und Bettina C. Morio aus Sandstein aufgestellt. Diese beiden Ungeheuer stehen für die berühmte Forster Weinlage "Ungeheuer". Überliefert ist der Satz von Reichskanzler Otto von Bismarck, der bei einem Besuch Ende der 1880er Jahre bei dem Vizepräsident des Reichstages, Franz Armand Buhl nach dem Genuss eines Rieslings aus der Weinlage "Ungeheuer" gesagt haben soll: "Dieses Ungeheuer schmeckt mir ungeheuer."

Internet: www.forst-pfalz.de

 

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