Weinlagerung

Viele Weine werden zu jung getrunken. Dabei eignen sich nicht nur die deutschen Rotweine, sondern auch die Weißweine zur Lagerung. Vielfach erreichen Spitzengewächse erst nach einigen Jahren ihren optimalen Entwicklungszeitpunkt. Die Summe von Alkohol und Süße trägt zusammen mit den Fruchtsäuren zur Haltbarkeit des Weines bei. Bei Rotweinen, die meist säuremild sind, sorgt der Gerbstoff für zusätzliche Lagerfähigkeit. Mit sorgfältigem Ausbau und ausreichender Schwefelung nimmt der Kellermeister Einfluss auf die Haltbarkeit. Dabei eignen sich höherwertige Weine zu einer längeren Lagerung. Rotweine benötigen oftmals einige Jahre, bis der Gerbstoff oder die Barriquenote sich harmonisch mit dem Wein verbunden haben. Ähnliches gilt für säurebetonte Weißweine, insbesondere den Riesling.

Während Qualitätsweine in der Regel zum baldigen Verzehr bestimmt sind, können Kabinettweine oder Spätlesen einige Jahre reifen. Auslesen überstehen mitunter Jahrzehnte, ohne an Qualität zu verlieren. Selbst Weine aus dem letzten Jahrhundert werden vereinzelt noch auf Versteigerungen angeboten.

Gereifte Weine eignen sich beispielsweise als besondere Überraschung für ein rundes Jubiläum. Dabei ist es mit unter schwierige bestimmte Jahrgänge noch bei einem Winzer zu finden. Deshalb empfiehlt sich für den Liebhaber gereifter Weine die Einrichtung eines eigenen Weinkellers. Dort werden die Weinflaschen liegend bei einer möglichst ganzjährig konstanten Temperatur zwischen 8 und 12 Grad Celsius eingelagert. Größere Temperaturschwankungen verhindern eine kontinuierliche Reifung. Der Kellerraum sollte dunkel sein und eine Luftfeuchtigkeit von 50 bis 70 Prozent aufweisen, um ein Austrocknen der Korken zu verhindern. Für die Weinlagerung stehen auch spezielle Weinklimaschränke auf dem Markt zur Verfügung.