Wie sind Staatsmänner und -frauen aus der ganzen Welt in Deidesheim verwurzelt?
Was hat eigentlich Ronald Reagan damals in Deidesheim gegessen? Und hat Königin Elisabeth der Saumagen geschmeckt? Fragen, die Deidesheims berühmtesten Koch schon ein wenig in Verlegenheit bringen. Klar, er hat für die Queen gekocht - aber die hat doch gar keine Zeit gehabt, um nach Deidesheim zu kommen. Aufs gute Essen von hier musste sie dennoch nicht verzichten. Man hat es ihr seinerzeit in einem Zug zubereitet.
So wie Elisabeth geht es vielen Prominenten. Wer je den ehem. Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl besucht hat, der war halt auch zu Gast in Deidesheim. Hier muss man einfach gewesen sein! Nun, die Königin und Ronald Reagan sind wirklich seltene Ausnahmen. Denn die meisten anderen waren leibhaftig da und haben sich gelabt an der einmaligen Atmosphäre des Städtchens, am Wein und an der feinen Küche. Präsidenten und Regenten, Staatschefs und Künstler aus den großen und den kleineren Ländern dieser Erde sind hier gewesen - und mancher nicht nur einmal.
Dafür sorgt nicht nur Deidesheims natürliche Anziehungskraft, sondern auch ein ganz besonderer Weinberg. In der Lage „Paradiesgarten“, gleich oberhalb der Stadt, sind nämlich viele Prominente „begütert“. Ihnen gehört ein Stückchen Pfalz. Und zwar in Form eines Riesling-Rebstocks. Bürgermeister und Gemeinde verpachten die Reben, pflegen sie fachkundig und lesen auch im Herbst die Trauben, wenn der prominente Pächter gerade mal verhindert ist. Seinen Wein bekommt er natürlich trotzdem. Eine Urkunde regelt das Pachtverhältnis so streng wie nötig und so heiter wie möglich.
In Deidesheim gibt’s also gar nicht so selten Prominenz aus nächster Nähe - oft ganz privat und ohne Aufsehen. „Ganz normale Menschen sind das ja“, denkt sich der ganz normale Mensch. Und plötzlich wird ihm klar, dass er mit den Großen dieser Welt viel mehr gemeinsam hat, als er denkt. Zum Beispiel die Liebe zu Deidesheim.





