Mammutbäume in Deidesheim!

Der Mammutbaum hat seinen Namen zu Recht, ist er doch eines unserer größten
lebenden Wesen auf der Erde. In der Höhe wird er nur noch von Eucalyptus
amygdaline mit 155 m Höhe übertroffen. Mammutbäume verleihen durch ihre
alles überragende Gestalt jedem Ort einen monumentalen Charakter und
kennzeichnen ihn weithin sichtbar. Bei uns wird er 30-50 m hoch und
erreicht in der Jugend einen Jahreszuwachs von 80 cm. Sein Stamm ist gerade
durchgehend und von unten an beastet. Seine hell-rotbraune Borke ist
schwammig-rissig. An alten Bäumen kann sie 30-60 cm dick werden. Sie bildet
so einen guten Feuerschutz. Die blaugrünen Blätter sind schuppenförmig bis
pfriemförmig und blaugrün. Die Zapfen rotbraun und 5-8 cm lang.

Der Mammutbaum verlangt einen sonnigen, freien Stand. In der Jugend bildet
er eine Pfahlwurzel und ist daher möglichst klein und als Containerware zu
pflanzen. Später bildet er weitstreichende Ernährungswurzeln in der
obersten Bodenschicht. Dieser breite Wurzelteller macht den großen Baum
extrem sturmsicher.
Er liebt einen frischen bis feuchten, nährstoffreichen und tiefgründigen
Boden mit Werten von leicht sauer bis alkalisch.
Berühmte Bäume sind der “General Sherman" im Sequoia-Nationalpark mit 84 m
Höhe und einem Stammumfang von 31 m. Dies entspricht 15000 m3 Holz! Alter
2500-3000 Jahre.
Der “General Grant" ist 89 m hoch und hat 12,5 m Ø. Alter 3500 Jahre. Er
wird der “Weihnachtsbaum der amerikanischen Nation" genannt.
Der “Hausmann" ist 92 m hoch bei 8 m Ø. In ihm ist eine Sommerwohnung
eingerichtet.
Der größte Baum im Calaveras-Nationalpark hatte 135 m Höhe und 12 m Ø. Er
wurde Vater des Waldes genannt.

In unserer Region finden wir immer wieder herrliche Mammutbäume, so auch im

Schlossgarten in Deidesheim, in Gleisweiler oder am Ortseingang von Wachenheim. Der Mammutbaum hat seinen natürlichen Standort in Zentralkalifornien und an der Westseite der Sierra Nevada. In den eisfreien Talschluchten, den "groves", steigt er bis 2500 m Höhe auf. 1841 entdeckte ihn der Engländer John Bidwill auf einer Reise von Sutters Forst zum Sacramento-Fluss. Dowd, ein Jäger, bestätigte das Vorkommen der gewaltigen Bäume, als er in die wilde Gegend kam, um einen angeschossenen Bären zu erlegen. Pflanzensammler brachten erst 1853 erste Samen nach England und Schottland. 1872 wurde in Weinheim bereits der Exotenwald auf drei Hektar Fläche angelegt. Aus dieser Zeit leben noch ca. 150 Stück, 40-50 m hoch.