Die Kulturlandschaft am Kirchenberg als touristische Attraktion

Das rund 12 Hektar große Areal am Kirchenberg hat sich nach dem Abschluss des Bodenordnungsverfahrens zu einer touristischen Sehenswürdigkeit entwickelt.

Ziel des Projektes ist die Erhaltung der gewachsenen Kulturlandschaft. Natur- und Umweltschutz soll bei einer gleichzeitigen Nutzung möglich werden. Die Lebensbedingungen für eine Vielzahl von zum Teil seltenen Tieren und Pflanzen konnten durch das Verfahren langfristig gesichert werden. Wege und Rampen wurden im Rahmen der Arbeiten angelegt, wucherndes Gehölz entfernt und die Waldbäume, die sich im Laufe der Jahre stark ausgebreitet hatten, teils abgeholzt. Weinbergterrassen wurden wieder freigelegt, Trockenmauern ausgebessert und Weinberge sowie Streuobstwiesen angelegt.

Durch diese Arbeiten erhielt das Gebiet auch wieder für Wanderer, Touristen und Naturliebhaber neue Attraktivität. Die Weinberge können nur extensiv genutzt werden, da der Einsatz von Maschinen aufgrund der Lage nur begrenzt möglich ist. Für den interessierten Besucher bietet sich dadurch die Möglichkeit, vor Ort dem Winzer bei der „Handarbeit wie vor vielen Jahren“ zuzuschauen. Daher ist der Kirchenberg auch eine „Außenstelle“ des Museums für Weinkultur, in dem die Verbindung von Weinbau mit verschiedenen kulturellen Aspekten dargestellt wird. Für den interessierten Besucher bietet sich somit die Möglichkeit, neben der „Theorie“ im Museum, auch einen Blick in die Praxis des Weinbaus und des Umweltschutzes zu werfen. Diese Kombination ist einzigartig in Rheinland-Pfalz.