Der Taschentuchbaum im Schlossgarten

Der Taschentuchbaum
Der Taschentuchbaum

Es gibt wohl keinen Baum, dessen Blüte so eigenartig gestaltet ist wie beim
Taschentuchbaum. Deshalb erregt er auch immer die besondere Aufmerksamkeit der Pflanzenliebhaber. Aus einiger Entfernung könnte man meinen, am Baum hingen lauter weiße Taschentücher oder eine Schar weißer Vögel habe sich auf ihm niedergelassen. Die etwa 2 cm großen, rotbraunen Köpfchen bestehen aus zahlreichen männlichen und nur einer weiblichen Blüte. Sie werden umgeben von zwei kahnartigen, großen weißen Hochblättern. Diese sind zuerst grünlich-weiß, werden dann rahmweiß und schließlich rötlich überhaucht. Die Blütezeit währt im Mai/Juni ca. 3 Wochen. Daraus entwickeln sich walnussgroße Steinfrüchte, die an langen Stielen hängen. Sie enthalten 3-5 g Samen. Das dekorative Laub ähnelt dem der Linde. Der Blattrand ist grob bezähnt.

 

Die Winterknospen sind auffallend groß, etwas abstehend und rötlich glänzend. Im Schnee sehen sie apart aus. Der Taschentuchbaum ist ein kleiner bis mittelgroßer Baum von 8-12 m Höhe. Er hat eine breitpyramidale, später rundliche, lockere Krone. Der Baum verlangt einen ausreichend feuchten, lockeren und nährstoffreichen Boden in geschützter, warmer Lage. In der Jugend ist er etwasfrostempfindlich. Er liebt Sonne bis Halbschatten, schwach saure bis neutrale Böden. Die Heimat des Taschentuchbaums ist Westchina. In Deidesheim können wir im oberen Schlossgarten unweit vom Stadtschreiberturm ein Exemplar bewundern.