Geschichtliches

Ein Blick in die Historie

Geschichtliches über Deidesheim

Erste urkundliche Erwähnung 770 (699) in einer Urkunde an die Klöster Lorsch und Fulda (Kodex des Klosters Weissenburg). Deidesheim wurde von Niederkirchen aus ungefähr im 10. Jahrhundert gegründet (Tochtersiedlung) und zwar an der ehemaligen römischen Gebirgsstraße. Um die beiden Orte unterscheiden zu können, verwendete man seit dem 13. Jahrhundert die Bezeichnung „Nieder- und Oberdeidesheim“, die dann im Laufe des Spätmittelalters von den Namen „Deidesheim“ und „Niederkirchen“ abgelöst wurden. Beide Gemeinden bildeten bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine politische Gemeinde. Im Jahre 1100 kamen die vier Siedlungen (Forst, Niederkirchen und Ruppertsberg) durch Schenkung des letzten Gaugrafen des Kraichgaus, Bischof Johannes I., an das Hochstift Speyer, bei dem sie bis 1801 blieben. 1360 erhielt Deidesheim das Recht sich zu befestigen und 1395 wurden ihm von König Wenzel v. Böhmen die Stadtrechte verliehen. Die Reformation konnte sich hier nicht durchsetzen. Zerstört wurde Deidesheim 1689 (Pfälz. Erbfolgekrieg) und 1792 – 1796. Von 1801 – 1814 kamen die Orte unter französische Herrschaft. Seit 1816 wurden sie dem Rheinkreis angeschlossen, der zu Bayern gehörte. Der Rheinkreis trägt erst seit 1838 den Namen Pfalz. Auch den Begriff Pfalzwein kennt man erst seit dieser Zeit. Im Laufe des 19. Jahrhunderts nahm die Bevölkerung langsam aber stetig zu. Seit 1865 ist Deidesheim durch eine Bahnlinie mit dem Raum Ludwigshafen verbunden. Ab dem 1. Januar 1973 ist Deidesheim Sitz einer Verbandsgemeinde mit mehr als 11 000 Einwohnern bestehend aus den Orten Deidesheim, Forst, Meckenheim, Niederkirchen, Ruppertsberg.